Badezimmer behindertengerecht umbauen

Vom alten Sanitärraum zur barrierefreien Wellnessoase

Vorausschauend und seniorengerecht geplant oder aufgrund veränderter Lebensumstände notwendig: Intelligent, funktional, komfortabel, flexibel in der Nutzung und ästhetisch ansprechend ist ein barrierefreies Badezimmer ein behaglicher Ort, an sich dem jedes Familienmitglied gerne aufhält.

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Das behindertengerechte Bad muss viele verschiedene Bedürfnisse, Vorstellungen und Wünsche unter einen Hut bringen und soll das Leben ohne Wenn und Aber erleichtern. Hinzu kommt, dass es „das barrierefreie Badezimmer schlechthin“ natürlich nicht gibt: Planen Sie einen Wohlfühlraum für mehrere Generationen? Wollen Sie einer oder mehreren pflegebedürftigen Personen Körperpflege und Hygiene so angenehm und frustrationsfrei wie möglich machen? Muss fortgeschrittenem Alter, schlechter Gesundheit, eingeschränkter Mobilität, nachlassendem oder verschwundenem Seh- oder Hörvermögen Rechnung getragen werden? Worauf auch immer Ihr Augenmerk liegt – die Installationsspezialisten der Firma INSTATEC in Graz unterstützen Sie bei diesen Themen als zuverlässige Partner zur Seite – zum Beispiel mit Checklisten und bei der optimalen Budget- und Zeitplanung, mit Koordination und Ausführung der einzelnen Arbeitsschritte.

Richtlinien und Ideen fürs barrierefreie Bad:

Was kann, was darf, was muss? Und nicht zuletzt: Wie wollen Sie wohnen? Die folgenden Tipps für behindertengerechte Sanitärausstattung basieren größtenteils auf der ÖNORM Reihen B 1600 und 1601, die Bewegungsflächen und spezielle Einrichtungselemente in behindertengerechten Badezimmern definiert. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sollen Sie lediglich dabei unterstützen, das Ausmaß der baulichen Maßnahmen einzuschätzen zu planen.

Barrierefreiheit brauch Platz für Bewegungsfreiheit

Barriefreies Bad für Rollstuhl
Rollstühle benötigen einen Durchmesser von 150cm

Für unproblematisches Wenden und Manövrieren mit dem Rollstuhl, eventuell unter Anwesenheit von Familienmitgliedern oder bei der Pflege mitwirkenden Personen, muss eine Bewegungsfläche mit einem Durchmesser von mindestens 150 Zentimetern gegeben sein. Dabei zählen auch die Grundfläche einer bodenebenen Dusche und, bis zu einer Tiefe von 20 Zentimetern, der unterfahrbare Bereich des Waschbeckens mit.

Eine künftige barrierefreie Nutzung des Bades erfordert meistens einen zumindest partiellen behindertengerechten Umbau der Wohnung – zum Beispiel die Zusammenlegung von Räumen, Verschiebung von Trennwänden, Umsetzung eines oder mehrerer Fenster oder einen Anbau.

Bodenebene, trittsichere Dusche

Behaglich, bequem und vor allem bodengleich: Eine im Stand oder sitzend genutzte Dusche muss eine rutschfeste Grundfläche von mindestens 90 mal 90 cm besitzen. 90 mal 130 cm werden für einen Duschrollstuhl benötigt.
Soll stattdessen beim Duschen auf einen Duschsitz gewechselt werden? Dann kalkulieren Sie eine zusätzliche Stellfläche von wenigstens 90 mal 120 cm ein. Senkrechte und waagerechte Haltegriffe vereinfachen es, auf den Sitz zu wechseln beziehungsweise sich in den Stand hochzuziehen. Unentbehrlich ist auch eine Sitzmöglichkeit in der Dusche, etwa ein Klappsitz, ein Duschsessel oder eine verflieste Sitzbank mit einer Sitzfläche von wenigstens 45 mal 45 cm². Eine Duschtüre, die sich nach Innen öffnet, garantiert mehr Bewegungsfreiheit im übrigen Badezimmer.

Behindertengerechte (Dusch-)Badewanne

Dusche, Badewanne, Whirlpool – eingeschränkter Raum bedeutet nicht unbedingt auch Verzicht auf optimalen Komfort in der barrierefreien Wohlfühloase. Häufig lassen sich platzsparende Kombilösungen für die gewünschten Elemente im Sanitärraum finden. Wichtig ist es, die gewünschten Kombinationsmöglichkeiten von vornherein in die Planung miteinzubeziehen. Unerlässlich im behinderten- beziehungsweise altengerecht gestalteten Badezimmer sind im Normalfall Optionen für erleichterten Ein- und Ausstieg (zum Beispiel Badewanne mit seitlicher Tür, Hebelift), sowie – vertikale und horizontale Haltegriffe. Für die Bewegungsfläche vor dem Einstieg der Badewanne beträgt der Mindestdurchmesser 150 Zentimeter.

Unterfahrbarer Waschtisch mit zusätzlichem Stauraum

unterfahrbarer Waschtisch
Unterfahrbarer Waschtisch

In Sanitärräumen von Neubauten findet sich häufig ein Waschbecken mit Unterschrank, das bei Bedarf zum unterfahrbaren Waschtisch nachgerüstet werden kann.
Sehr zweckmäßig ist auch eine mobile Sitzgelegenheit mit feststellbaren Rollen – sei es, um etwa gemeinsam mit einem Kleinkind im Bad hantieren zu können, oder falls das Stehen vorm Waschbecken zu anstrengend beziehungsweise nicht möglich ist. Eine Auswahl weiterer Ausstattungsoptionen:

  • Reha-Waschtische erlauben Hygienepflege des Oberkörpers im Sitzen.
  • Der Spiegel sollte groß sein, die Unterkante sich am besten direkt oberhalb des Waschbeckens befinden.
  • Links und rechts von der Waschgelegenheit sollten stabile, fest verankerte (Klapp-)Haltegriffe angebracht sein.

Wie bei der Wanne muss auch die freie Bewegungsfläche vor der Dusche einen Durchmesser von 150 Zentimetern oder mehr haben.

WC, gegebenenfalls mit Bidetfunktion

WC mit Haltegriffen
WC mit Haltegriffen

Klappgriffe, die sich vielleicht sogar in der Wand versenken lassen, ein WC, der bei Bedarf als Bidet genutzt werden kann sind nur zwei der Möglichkeiten, auch beim Thema „stilles Örtchen“ für Komfort bei der täglichen Hygiene zu sorgen. Für optimale Bewegungsfreiheit ist auch vor/neben dem WC eine Fläche von 150 Zentimetern Durchmesser vorgesehen.

Leicht erreichbare, einfach zu bedienende Armaturen
Eingeschränkte Mobilität oder/und vermindertes Sehvermögen machen es schwer bis unmöglich, herkömmliche Armaturen und Brausen zu nutzen. Ergonomische, intuitiv bedienbare Temperaturregler, Einhebel- und/oder berührungslose, sensorengesteuerte Armaturen und flexible Handbrausen können die Körperhygiene erheblich vereinfachen.

Last but least: Das Bad in gutem Licht
Fenster, die das Tageslicht hereinlassen, Lampen mit weichen Schein anstelle von grellem Neonlicht, Kippspiegel mit tief ansetzenden Unterkanten – Lichtverhältnisse beeinflussen nicht nur das Wohlbefinden. Ist die Sehfähigkeit eingeschränkt, erleichtern es Fliesen und Einrichtungsgegenstände in Kontrastfarben, Bereiche und Elemente im Badezimmer voneinander zu unterscheiden und aufzufinden.

Alle wichtigen Vorschriften im Detail und zahlreiche inspirierende Vorschläge zum Thema Umbau von Wohnungen für Menschen mit körperlichen Einschränkungen / älteren Mitbürgern präsentiert die Stadtbaudirektion Graz in der Broschüre „Barriefreies Bauen für alle Menschen“ als PDF zum Download: http://www.bildungsnetzwerk-stmk.at/pdf_14/bauenfueralle.pdf.

Zuschüsse für barrierefreie und altengerechte Badsanierung

Österreich fördert Baumaßnahmen für barrierefreies, altengerechtes Leben und Wohnen. Förderungen können beantragt werden von

  • MieterInnen,
  • Wohnungs(mit)eigentümerInnen
  • HausbesitzerInnen.

Eine finanzielle Unterstützung erfolgt nur dann, wenn bestehender, als Erstwohnsitz ständig bewohnter Wohnraum vollständig barrierefrei und seniorengerecht umgebaut werden soll. Die erforderliche Basis dafür bildet ein soziales Beratungsgespräch, in dem auch die geplante Umsetzung der ÖNORMen für barrierefreies Bauen und Wohnen erörtert wird:
B 1600 Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen (Ausgabe Mai 2005)
B 1601 Spezielle Baulichkeiten für behinderte und alte Menschen – Planungsgrundsätze (Ausgabe Dez. 2003)

Zuschuss für behindertengerechten Umbau in Graz – was wird gefördert?

Für die Bewilligung von Förderungen muss der gesamte Wohnraum barrierefrei und altengerecht gestaltet werden. Stufen oder Schwellen dürfen den Zugang zu Haus und Wohnung nicht erschweren oder gar verhindern, gegebenenfalls müssen Rampen, ein Lift oder Ähnliches installiert werden. Wohn- und Schlafbereich sowie die Sanitärräume der betreffenden Wohnebene müssen behindertengerecht gestaltet sein (gegebenenfalls durch Hilfsmittel wie automatisierte Türen und Haltegriffe) und genügend Bewegungsfreiheit bieten.
Für Bad und WC bedeutet das außerdem die Erfüllung folgender, oben ausführlich benannter Mindestvoraussetzungen:

  • eine Mindestbewegungsfläche von 150 Zentimetern Durchmesser
  • bodenebene Dusche beziehungsweise Badewanne mit Einstiegshilfe,
  • unterfahrbarer Waschtisch,
  • erforderliche Accessoires wie Haltegriffe und Duschsitz müssen an tragfähigen Wänden montiert sein.

Wie sieht die Unterstützung behindertengerechter Umbauten aussehen?

Das Land Steiermark und die Stadt Graz unterstützen Baumaßnahmen für barrierefreies Wohnen, die zwischen 3.000 und 30.000 Euro pro Wohneinheit kosten. Als Zuschuss gibt es entweder einen einmaligen Betrag von 15 Prozent der anerkannten Kosten, oder aber nicht rückzahlbare Annuitätenzuschüsse für die Tilgung von Krediten.

Ausführliche Informationen zu den Förderungsmöglichkeiten für den Badumbau erhalten Sie beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Referat Bautechnik und Gestaltung
Fachbereich Barrierefreies Bauen in Graz
Burggasse 13 (zuständige Stelle im Untergeschoss).
Die Broschüre „Förderung für barrierefreie und altersgerechte Sanierung“ steht hier zum Download bereit: Broschüre

Instatec in Graz- Ihr Spezialist für bedarfsgerechte Badsanierung

Der Umbau des alten Sanitärbereichs in ein barrierrefreies, gegebenenfalls seniorengerechtes Badezimmer erfordert die Koordination zahlreicher verschiedener Arbeitsgänge. Als Installationsfachbetrieb beraten und begleiten wir Sie dabei von Anfang an. Von der Planung der einzelnen Schritte, dem Abbau des alten Bades, der Koordination und Ausführung jeder einzelnen Arbeit nach präzisem Zeitplan bis zur Endmontage der neuen Badezimmereinrichtung.
Sie wünschen zeitnahe, persönliche und kompetente Beratung? Stellen Sie uns auf die Probe – rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine Nachricht.

Weitere Informationen finden Sie unter: Badsanierung Graz.

Titelbild: 123rf.com, Sergio Barrios
Bilder: Stadt Graz · Referat barrierefreies Bauen


Wir freuen uns auf Ihre Kontaktanfrage




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