Durchlauferhitzer oder Boiler? Funktionsunterschiede, Vorteile und Nachteile

Boilerreparatur

Bei der Badsanierung in Graz und Umgebung stellt sich die Frage, ob ein Durchlauferhitzer oder ein Boiler die sinnvollere Lösung darstellt.

Der Durchlauferhitzer erhitzt das fließende Wasser durch Strom. Der Boiler oder Warmwasserspeicher ist an eine Heizungsanlage gekoppelt, die das gespeicherte Wasser erwärmt.

Erfahren Sie hier, worin die wesentlichen Funktionsunterschiede bestehen und unter welchen Voraussetzungen welche Alternative die sinnvollere ist.

Inhaltsverzeichnis

    Durchlauferhitzer und Boiler im Überblick

    Durchlauferhitzer und Boiler sind alternative Techniken zur Bereitung von warmem Wasser. Durchschnittlich verbraucht ein Mensch täglich etwa 50 Liter warmes Wasser. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich über die möglichst effiziente Deckung dieses Bedarfs Gedanken zu machen.

    Je nach Anwendungsbereich und Einsatzzweck offenbaren sich verschiedene Stärken und Schwächen der jeweiligen Technik.

    Durchlauferhitzer und ihre Vorzüge

    waschbecken durchlauferhitzer
    Durchlauferhitzer können im Waschbeckenunterschrank verbaut werden

    Durchlauferhitzer werden typischerweise in der Nähe der Waschbecken installiert. Sie sind von kompakter Bauweise und damit platzsparend.

    Der Durchlauferhitzer speichert selbst kein Wasser. Er erhitzt es im Moment des Durchlaufens. Dies hat den weiteren Vorteil, dass das erhitzte Wasser stets frisch ist.

    Ein Durchlauferhitzer kommt ohne Wassertank aus und sammelt kein Wasser. Keimbildung ist daher beim Durchlauferhitzer kein Thema.

    Der Installationsaufwand für einen Durchlauferhitzer ist gering. Aufgrund der geringen Abmessungen eignet sich der Durchlauferhitzer auch für eine Nachrüstung ohne großen Umbau. Ein weiterer Vorzug sind die geringen Anschaffungskosten.

    Der Durchlauferhitzer wird meist nah an der Zapfstelle installiert. Dies hat den weiteren Vorteil, dass die Leitungsverlust gering ausfällt. Die Energieeffizienz ist vorteilhaft, da aufgrund des nicht vorhandenen Warmwasserspeichers keine Energie für Nichtbenutzung verlorengeht.

    Eine weitere Stärke des Durchlauferhitzers liegt darin, dass er keine längeren Aufheizzeiten benötigt, die beim Boiler anfallen. Weiterhin ist die Menge an Warmwasser, die ein Durchlauferhitzer bieten kann, praktisch unbegrenzt.

    Nachteile des Durchlauferhitzers

    Problematisch ist ein Durchlauferhitzer, wenn es um die Versorgung mehrere Wasser-Zapfstellen geht. Wenn an einer Zapfstelle warmes Wasser fließen soll, kann es vorkommen, dass das Wasser an anderen zu versorgenden Zapfstellen kalt ist.

    In einigen Fällen kann es bei der gleichzeitigen Nutzung mehrerer Zapfstellen dazu kommen, dass der Durchlauferhitzer abschaltet. Gerade in größeren Haushalten kann dies schwierig sein.

    Ein weiteres Problem ist der Kaltwasserablauf: ein Durchlauferhitzer benötigt etwas Zeit, um das Wasser aufzuheizen. Beim ersten Aufdrehen der Zapfstelle fließt zumindest kurzzeitig nur kaltes Wasser.

    Ein Durchlauferhitzer hat einen enormen Verbrauch an Primärenergie.

    Der Durchlauferhitzer wandelt elektrische Energie in Wärmeenergie um. Bei jeder Nutzung von warmen Wasser wird also viel Strom verbraucht.

    Für kleinere Haushalte mit geringem Wasserverbrauch fällt dies weniger ins Gewicht. Bei größeren Haushalten führt dies jedoch schnell zu hohen Stromrechnungen.

    Boiler und ihre Funktionsweise

    Boilerreparatur
    Boiler-Installation vom Profi

    Boiler werden auch unter den Namen Warmwasserspeicher geführt. Die aus dem Englischen stammende Bezeichnung Boiler ist irreführend, da im englischsprachigen Raum Boiler eher Dampfkessel mit Temperaturen von 100 Grad und mehr darstellen.

    Tatsächlich arbeiten Boiler zur Warmwasser-Bereitung in Temperaturbereichen zwischen 30 und 85 Grad Celsius.

    Boiler erfordern bei der Installation einen größeren Aufwand und sind kostspieliger. Mittel- und langfristig können sie aber wirtschaftlicher sein als Durchlauferhitzer.

    Damit Warmwasserspeicher nachhaltig funktionieren, ist es wichtig, regelmäßig den Boiler zu entkalken. Im Rahmen eines Boilerservice wird die reibungslose Funktionsfähigkeit sichergestellt.

    Vorteile des Boilers

    Ein großer Vorzug des Boilers ist darin zu sehen, dass er an bestehende Heizungssysteme angeschlossen werden kann. Damit ist der Boiler als indirekter Warmwasserspeicher deutlich umweltfreundlicher als ein Durchlauferhitzer.

    Die bereits vorhandene Wärme der Heizungsanlage lässt sich auf das gespeicherte Wasser übertragen. Boiler lassen sich an verschiedene Systeme wie Heizkessel, Wärmepumpe oder auch eine Solar-Anlage koppeln.

    Der Boiler bietet Ihnen eine stets konstante Temperatur.

    Da das Wasser gespeichert wird, steht es jederzeit zur gewünschten Temperatur zur Verfügung. Anders als beim Durchlauferhitzer muss es nicht erst erhitzt werden. Die Voraussetzung ist nur, dass Sie im Vorfeld genug Wasser aufgeheizt haben.

    Im Gegensatz zum Durchlauferhitzer ist der Boiler auch zum Betrieb mehrerer Wasser-Zapfstellen gleichzeitig imstande. Temperaturschwankungen an den Zapfstellen sind nicht zu befürchten.

    Nachteile des Boilers

    Nachteilig ist der hohe Kosten- und Installationsaufwand. Sie sollten bei der Entscheidung für einen Boiler einen hohen Platzbedarf berücksichtigen.

    Ob und wann sich diese höheren Investitionskosten im Rahmen der Nutzung amortisieren, hängt unter anderem von der Haushaltsgröße und den Nutzungsgewohnheiten ab.

    Da Boiler das warme Wasser speichern, besteht ein Risiko für Keimbildung. Dem können Sie entgegenwirken, in dem Sie das Wasser einmal täglich auf mehr als 60 Grad erhitzen.

    Fazit: Eignung und Einsatzbereiche

    Durchlauferhitzer Boiler
    kompakte Bauweise größerer Platzbedarf
    einfache Installation aufwendige Installation
    längere Aufheizphase sofort warmes Wasser
    meist nur Warmwasser für eine Zapfstelle Versorgung mehrerer Zapfstellen
    hoher Energiebedarf geringer Energiebedarf, kann an bestehende Heizsysteme angeschlossen werden

    Beim Direktvergleich fällt in erster Linie die unterschiedliche Leistung auf. Boiler wärmen das Wasser über Nacht (während der Strom günstiger ist). Dafür brauchen sie weniger Leistung. Wer eine größere Sanierung eines Hauses oder einen Hausbau plant, für den kann es lohnenswert sein, den Boiler mitzuplanen.

    Größere Haushalte lassen sich kostengünstig versorgen. Wo immer ein hoher Bedarf an warmem Wasser besteht, spielt der Boiler seine Stärken aus, da mehrere Personen gleichzeitig versorgt werden können. Geht es um die Modernisierung eines Altbaus, kann der Durchlauferhitzer die richtige Wahl sein. Hier ist eine Boiler-Installation häufig schwierig.

    Weiterlesen:
    Boiler entkalken

     

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